EL TANGO ARGENTINO. Das Geheimnis des Tangos ist das Geheimnis der Musik Johann Sebastian Bachs, das Geheimnis eines einsamen Herumsitzens im Kaffeehaus, das Geheimnis einer blauen Orange. Der Tango spaziert über die Dächer unserer Städte – und wohnt mittlerweile in Odessa wie in Helsinki und will in Deiner Seele gleichermaßen Wohnung nehmen. Der allertiefste Tango des Dankbarseins auf Erden gehört längst nicht mehr ausschließlich dem Buones Aires eines einzigartigen und wunderbaren Komponisten wie Astor Piazzolla. Der Tango begleitet uns auf dem Weg der Selbst- und Welterkenntnis; als Schönheit tritt er in unser Leben. Vielleicht, daß Tango ein biblisch-adventliches Ereignis! Vielleicht ist der Tango Jesu Wort. Ach, man kann aber auch, ohne viel nachzudenken und herumzureden, einfach zuhören und glücklich sein und glauben. Laßt Euch beschenken von den Musizierenden, die den Tango in der Seele haben, und von der Poesie. Wie gesagt: » Die Erde ist blau wie eine Orange« (Paul Éluard)

Autor: fentzloff

Ulrich Fentzloff, 1953 in Ludwigsburg geboren und aufgewachsen. Kind poetisch verklärter Tage in einem Württemberg des Geistes. Studium der Evang. Theologie und der Philosophie an der Universität Tübingen. Vikar in Leonberg-Silberberg. Pfarrverweser in Unterlenningen, am Fuße der Schwäbischen Alb. Gemeindepfarrer in Kirchberg/ Jagst (Hohenlohe), an der Johanneskirche in Stuttgart, und schließlich, 25 Jahre lang, bis Sommer 2016, in Langenargen am Bodensee. Lebt als Dichter in Konstanz. Absichtlich deckt den Ausgang des Tages zu, Umnachtet das Zukünftige uns der Gott Und lacht, wenn sterblich eins zu sehr be- Sorgt, was geschehen wird. (Horaz, in der Übersetzung Friedrich Hölderlins)