Als Ergänzung zum Wort Diderots zwei Strophen eines späten Gedichtes von Gottfried Benn: »Die vielen Dinge, die du tief versiegelt / durch deine Tage trägst in dir allein, / die du auch im Gespräche nie entriegelt, / in keinen Brief und Blick sie ließest ein, // die schweigenden, die guten und die bösen, / die so erlittenen, darin du gehst, / die kannst du erst in jener Sphäre lösen, / in der du stirbst und endend auferstehst.« (Epilog 1949, V)

Autor: fentzloff

Ulrich Fentzloff, 1953 in Ludwigsburg geboren und aufgewachsen. Kind poetisch verklärter Tage in einem Württemberg des Geistes. Studium der Evang. Theologie und der Philosophie an der Universität Tübingen. Vikar in Leonberg-Silberberg. Pfarrverweser in Unterlenningen, am Fuße der Schwäbischen Alb. Gemeindepfarrer in Kirchberg/ Jagst (Hohenlohe), an der Johanneskirche in Stuttgart, und schließlich, 25 Jahre lang, bis Sommer 2016, in Langenargen am Bodensee. Lebt als Dichter in Konstanz. Absichtlich deckt den Ausgang des Tages zu, Umnachtet das Zukünftige uns der Gott Und lacht, wenn sterblich eins zu sehr be- Sorgt, was geschehen wird. (Horaz, in der Übersetzung Friedrich Hölderlins)