»…was ich suchte, war der Zustand des enchantement, des Verzaubertseins…« (Paul Valéry). Wonach der französische Dichter in Hinsicht auf die Dichtkunst gefahndet – es hat auch mich in Bann geschlagen: sowohl, was die Poesie anbelangt, als auch den Glauben. Weniger einer kritischen Vernunft verpflichtet, ist mir seit jeher in erster Linie daran gelegen, seelische Zustände zu entdecken, die tröstlich, die ein Wandern ermöglichen durch das Schilfmeer der Zeit, das Hingehn erträglich gestalten.

Autor: fentzloff

Ulrich Fentzloff, 1953 in Ludwigsburg geboren und aufgewachsen. Kind poetisch verklärter Tage in einem Württemberg des Geistes. Studium der Evang. Theologie und der Philosophie an der Universität Tübingen. Vikar in Leonberg-Silberberg. Pfarrverweser in Unterlenningen, am Fuße der Schwäbischen Alb. Gemeindepfarrer in Kirchberg/ Jagst (Hohenlohe), an der Johanneskirche in Stuttgart, und schließlich, 25 Jahre lang, bis Sommer 2016, in Langenargen am Bodensee. Lebt als Dichter in Konstanz. Absichtlich deckt den Ausgang des Tages zu, Umnachtet das Zukünftige uns der Gott Und lacht, wenn sterblich eins zu sehr be- Sorgt, was geschehen wird. (Horaz, in der Übersetzung Friedrich Hölderlins)